Südkorea setzt 170 Millionen Won KI-System zur Jagd auf Krypto-Manipulatoren ein

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Südkoreas Finanzaufsicht hat fortschrittliche künstliche Intelligenz eingesetzt, um automatisch Marktmanipulationen bei Kryptowährungen zu erkennen. Dies markiert einen bedeutenden Wandel hin zu datengetriebener Durchsetzung, da der Handel mit digitalen Vermögenswerten immer ausgefeilter wird.

Erweiterte Erkennungsfähigkeiten

Der Financial Supervisory Service gab am Montag bekannt, dass er sein Virtual Assets Intelligence System for Trading Analysis (VISTA) mit einem automatisierten Erkennungsalgorithmus aufgerüstet hat, der potenzielle Preismanipulationszeiträume ohne menschliches Eingreifen identifizieren kann. Das neue System verwendet eine bewegliche Fenster-Rastersuchtechnik, die jeden möglichen Teilzeitraum innerhalb von Handelsdatensätzen untersucht und somit die Notwendigkeit für Ermittler eliminiert, verdächtige Zeitrahmen manuell zu identifizieren.

Leistungstests an abgeschlossenen Ermittlungsverfahren zeigten, dass das aufgerüstete System erfolgreich alle zuvor identifizierten Manipulationszeiträume erkannte und gleichzeitig zusätzliche verdächtige Intervalle markierte, die traditionelle Analysen übersehen hatten. Dieser umfassende Ansatz ermöglicht eine erschöpfende Analyse potenzieller Manipulationsfenster, die Ermittler zuvor durch manuelle Prozesse identifizieren mussten.

Budget und zukünftige Verbesserungen

Die FSS hat sich ein Budget von 170 Millionen Won (116.000 Dollar) für 2026 gesichert, um weitere KI-Leistungsverbesserungen zu finanzieren, wobei zusätzliche Funktionen geplant sind, die in Phasen bis Ende 2026 implementiert werden sollen. Diese geplanten Verbesserungen umfassen Werkzeuge zur automatischen Identifizierung von Netzwerken koordinierter Handelskonten, zur Analyse anomaler Texte im Zusammenhang mit dem Handel bei Tausenden von Krypto-Assets und zur Rückverfolgung der Herkunft von Mitteln, die bei Marktmanipulationsschemata verwendet werden.

Die Aufrüstung des Überwachungssystems steht im Einklang mit dem übergeordneten Ziel der Aufsichtsbehörde, die Strafverfolgungskapazitäten im Kryptowährungssektor zu stärken. Am 6. Januar berichtete die lokale Nachrichtenagentur Newsis, dass die Financial Services Commission ein Zahlungsaussetzungssystem evaluierte, das darauf ausgelegt ist, Transaktionen zu blockieren, bevor Verdächtige illegale Erlöse waschen können.

Breiterer Marktüberwachungsanstoß

Die Initiative zur Kryptowährungsüberwachung fällt mit der erweiterten KI-basierten Überwachung auf Südkoreas Kapitalmärkten zusammen. Die Financial Services Commission gab am Montag bekannt, dass die Korean Exchange beginnen wird, ein KI-gestütztes Marktüberwachungssystem zu verwenden, um die Früherkennung von Aktienkursmanipulationen zu verbessern. 

Dieser vielschichtige Ansatz spiegelt Südkoreas Engagement wider, künstliche Intelligenz für eine umfassende Finanzmarktaufsicht zu nutzen und sowohl traditionelle Wertpapiere als auch aufkommende digitale Vermögensmärkte durch automatisierte Überwachungstechnologie zu adressieren.

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Kristjan Tamm
Kristjan Tamm
Digital Assets Editor - Kristjan Tamm is the Digital Assets Editor at Finonity, based in Tallinn, Estonia. With a focus on cryptocurrency markets and blockchain technology, he covers DeFi innovations, digital asset regulations, and institutional adoption trends. Kristjan brings a European perspective to crypto coverage, with particular expertise in EU regulatory frameworks.

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