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Chinas Lenovo Group meldete einen 21%igen Gewinnrückgang im Dezemberquartal, da der weltgrößte PC-Hersteller mit dem kämpft, was Führungskräfte als anhaltenden globalen Speicherchip-Mangel beschreiben. Das in Peking ansässige Unternehmen setzt nun auf künstliche Intelligenz-gestützte Geräte, um seine Erholung voranzutreiben.
Speicher-Krise vertieft sich
Vorstandsvorsitzender und CEO Yang Yuanqing warnte Investoren am Donnerstag, dass der Speicherchip-Mangel mehr als nur eine vorübergehende Marktstörung darstellt. “Dieses strukturelle Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage [bei Speicherchips] ist nicht einfach eine kurzfristige Schwankung”, sagte Yang nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen. “Es wird wahrscheinlich anhaltende Auswirkungen haben.”
Die Warnung signalisiert, dass Asiens Technologie-Fertigungssektor weiterhin mit Lieferketten-Gegenwind konfrontiert ist, der seit der Pandemie-Ära anhält. Lenovos Gewinnrückgang spiegelt die breiteren Herausforderungen wider, denen Hardware-Hersteller gegenüberstehen, die von Speicherkomponenten abhängig sind.
KI-Adoption beschleunigt sich
Während Lenovo mit Angebotsengpässen kämpft, verändert künstliche Intelligenz schnell die Technologiemärkte branchenübergreifend. Branchenbeobachter bemerken, dass die KI-Adoption durch externen Wettbewerbsdruck und Kosteneffizienz-Anforderungen von Finanzvorständen vorangetrieben wird, insbesondere in Sektoren wie Automobil und Finanzdienstleistungen.
Start-up-Gründer Matt Shumer verglich kürzlich den aktuellen KI-Transformationsmoment mit der Zeit kurz vor der Covid-19-Pandemie und deutete ähnliche Störungsebenen an. Marketing-Branchenveteran Sir Martin Sorrell hob hervor, dass Unternehmen die KI-Implementierung aufgrund von Wettbewerbsbedrohungen und Effizienzdrucks beschleunigen.
Regionale Tech-Aussichten
Die unterschiedlichen Geschicke verdeutlichen die komplexe Technologie-Landschaft im asiatisch-pazifischen Raum, wo etablierte Hardware-Hersteller Versorgungsherausforderungen bewältigen müssen, während KI-fokussierte Unternehmen Investitionen anziehen. Sorrell positionierte Indien als wichtigen Wachstumshub inmitten globaler Marktfragmentierung und riet jungen Fachkräften, sich an das Potenzial der KI zur Automatisierung des Kompetenzerwerbs anzupassen.
Lenovos Schwenk hin zu KI-gestützten Geräten stellt eine strategische Verlagerung dar, da das Unternehmen Wachstum jenseits traditioneller PC-Märkte sucht, die von Komponentenengpässen betroffen sind.