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Mehr als ein Dutzend große Lebensmittelhersteller drängen die Europäische Kommission dazu, Pläne aufzugeben, die pflanzlichen Produkten die Verwendung von Begriffen wie “Wurst” und “Burger” auf ihren Verpackungen verbieten würden.
Industriekoalition formiert sich gegen geplantes Verbot
Unternehmen wie Linda McCartney Foods, Quorn und THIS haben gemeinsam einen Brief an europäische Kommissare unterzeichnet und sie aufgefordert, “den gesunden Menschenverstand walten zu lassen”, bevor eine geplante Debatte über die vorgeschlagenen Beschränkungen stattfindet. Die Hersteller argumentieren, das Verbot würde “unnötige Verwirrung” für Verbraucher schaffen, “ohne jemandem zu helfen”.
Der Widerstand der Industrie kommt zu einem Zeitpunkt, da die Europäische Kommission regulatorische Änderungen erwägt, die Hersteller pflanzlicher Lebensmittel dazu zwingen könnten, alternative Begriffe für Produkte zu finden, die derzeit mit traditionellen Fleischbezeichnungen vermarktet werden. Das vorgeschlagene Verbot stellt eine bedeutende regulatorische Verschiebung dar, die umfangreiche Neubrandung in der gesamten Branche erfordern könnte.
Sorgen um Verbraucherverwirrung treiben Widerstand voran
Der gemeinsame Brief der Lebensmittelunternehmen betont, dass aktuelle Kennzeichnungspraktiken das Verbraucherverständnis eher fördern als behindern. Sie behaupten, dass vertraute Begriffe wie “pflanzliche Wurst” oder “veganer Burger” Produkteigenschaften klar kommunizieren und gleichzeitig die Wiedererkennung durch Verbraucher aufrechterhalten.
Der Regulierungsvorschlag hat eine Debatte innerhalb der europäischen Lebensmittelindustrie ausgelöst, wobei traditionelle Fleischproduzenten wahrscheinlich klarere Unterscheidungen zwischen tierischen und pflanzlichen Produkten unterstützen. Der pflanzliche Sektor argumentiert jedoch, dass etablierte Namenskonventionen zu einem integralen Bestandteil der Einkaufsgewohnheiten und Produktidentifikation der Verbraucher geworden sind.
Wie geht es weiter
Die bevorstehende Debatte der Europäischen Kommission wird darüber entscheiden, ob die vorgeschlagenen Beschränkungen zu einem formellen regulatorischen Status voranschreiten. Das Ergebnis könnte die Art und Weise umgestalten, wie pflanzliche Alternativen auf europäischen Märkten vermarktet werden, und möglicherweise erhebliche Compliance-Anpassungen von Herstellern erfordern, die derzeit fleischbezogene Begriffe verwenden.