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Die amerikanische Zeitungsbranche erlebt eine dramatische Geschichte zweier Giganten, die sich in entgegengesetzte Richtungen bewegen, wobei der finanzielle Kollaps der Washington Post in scharfem Kontrast zum bemerkenswerten Erfolg der New York Times steht.
Die große Kluft
Vor weniger als einem Jahrzehnt operierten die Washington Post und New York Times als relativ vergleichbare Konkurrenten in Bezug auf Leserschaft, Reputation und aktuelle Berichterstattung. Während die Times einen größeren Umfang hatte, konkurrierten beide Publikationen auf ähnlicher Ebene um die Branchenführerschaft.
Heute hat sich diese Wettbewerbslandschaft vollständig gewandelt. Die Washington Post verliert nun mindestens 100 Millionen Dollar jährlich, während sie mit abnehmendem Einfluss, schrumpfender Redaktionsbelegschaft und sich verschlechternder Finanzlage kämpft. Währenddessen ist die New York Times mit Betriebsgewinnen von fast 200 Millionen Dollar pro Jahr nach vorne geschossen, was eine erstaunliche Aufwärtsentwicklung darstellt.
Anerkennung der Krise
Das Ausmaß der Situation der Post wurde während einer kontroversen Betriebsversammlung diese Woche deutlich, bei der Chefredakteur Matt Murray die Sorgen der Mitarbeiter nach massiven Entlassungen ansprach, die fast ein Drittel der Belegschaft der Zeitung eliminierten.
“Es besteht kein Zweifel, dass allein das schiere Ausmaß der Kürzungen – und damit auch die Realität dessen, womit wir bei der Post konfrontiert sind – eine sehr schwere Sache war, die zu begreifen und zu bewältigen”, sagte Murray laut Aufzeichnungen der Sitzung zu den demoralisierten Mitarbeitern.
Murray erkannte “ein weit verbreitetes Gefühl des Verlusts, echtes Trauma” unter den verbliebenen Mitarbeitern an, die ihn während der schwierigen Sitzung mit schwierigen Fragen über die Richtung des Unternehmens bombardierten.
Weg nach vorne
Trotz der herausfordernden Umstände und des offensichtlichen Traumas der Mitarbeiter äußerte Murray Vertrauen, dass sich die Washington Post auf einen Weg zum künftigen Erfolg positioniert habe, obwohl er während der Mitarbeiterversammlung wenige Details zu Erholungsstrategien lieferte.
Die gegensätzlichen Schicksale dieser beiden Medienriesen verdeutlichen die zunehmend polarisierte Natur der amerikanischen Zeitungsbranche, wo einige Publikationen gedeihen, während andere existenziellen Herausforderungen gegenüberstehen.