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In der Johan Cruijff ArenA fand 1998 das Finale der UEFA Champions League und 2013 das Europa-League-Finale statt. Am 24. und 25. Juni 2026 steht dort etwas anderes auf dem Programm: der größte Web3-Gipfel Europas, bei dem Branchenführer, Regulierer und institutionelle Anleger gleichzeitig an einem Ort zusammenkommen. Finonity ist als offizieller Medienpartner vor Ort.
Was die Dutch Blockchain Week wirklich ist
Die Dutch Blockchain Week ist ein jährliches Branchentreffen, das auf der Prämisse aufbaut, dass die Blockchain-Adoption die experimentelle Phase hinter sich gelassen hat – und sich nun um Skalierung, Regulierung und institutionelle Beteiligung dreht. Die Ausgabe 2026 erstreckt sich über zwei Tage am Johan Cruijff Boulevard 1 in Amsterdam-Zuidoost, direkt erreichbar vom Bahnhof Amsterdam Bijlmer ArenA. Das Format kombiniert Keynotes auf der Hauptbühne mit thematischen Breakout-Sessions und einem eigenen Ausstellungsbereich; am Vorabend der Konferenz findet zudem eine separate VIP Night statt.
Die bestätigte Rednerliste für 2026 zeigt klar, wo sich die Veranstaltung positioniert. Maike Hornung, Head of Crypto Europe bei Visa, spricht neben Brian Gahan, General Manager Europe bei Kraken, und Kaj Burchardi, Managing Director bei BCG Platinion. Lieke Helleman, die bei der niederländischen Finanzmarktaufsicht AFM die MiCAR-Aufsicht leitet, bringt eine unmittelbare regulatorische Perspektive in die Agenda ein. Charlie Lee, Director der Litecoin Foundation, ist ebenfalls bestätigt – ein Zeichen für die langjährige Verbindung des Events zum Litecoin-Ökosystem, das parallel einen eigenen Summit während der Woche veranstaltet. Speaker von Bybit, OKX, Chainlink, Consensys, Glassnode, Blockdaemon, Bitwise und Bitvavo vervollständigen ein Lineup, das Börsen, Infrastrukturanbieter, Asset Manager und Regulierer abdeckt.
Warum der Veranstaltungsort zählt
Die Wahl der Johan Cruijff ArenA ist kein Zufall. Das Stadion – Heimat von AFC Ajax und der niederländischen Nationalmannschaft – gehört zu den bekanntesten Veranstaltungsorten Nordeuropas und signalisiert die Größenordnung, in der die Organisatoren denken. Wer argumentiert, dass Blockchain vom Nischenthema zum institutionellen Spielfeld geworden ist, unterstreicht diese Botschaft, indem er eine Veranstaltung in einem Stadion abhält, das man sonst mit Champions-League-Fußball verbindet. Frühere Ausgaben zählten Deloitte, Fireblocks, OKX und die Ethereum Foundation zu ihren Partnern – ein Maßstab für das Kaliber der Organisationen, die DBW für ihre Präsenz als lohnenswert erachten.
MiCA, Institutionen und der regulatorische Wendepunkt
Die Ausgabe 2026 fällt in einen ganz bestimmten Moment der europäischen Kryptoregulierung. Die Markets in Crypto-Assets Regulation gilt seit dem 30. Dezember 2024 für Krypto-Dienstleister, wobei bestehende Anbieter bis zum 1. Juli 2026 eine vollständige CASP-Zulassung erlangen müssen. DBW 2026 liegt exakt in diesem Zeitfenster – zu einem Zeitpunkt, an dem die Compliance-Fristen gelten und die Kosten für Nichteinhaltung nicht mehr theoretischer Natur sind. Dass die AFM mit Lieke Hellmans Session zur MiCAR-Aufsicht auf der DBW-Bühne 2026 vertreten ist, deutet darauf hin, dass die Veranstaltung Umsetzungsrealitäten statt abstrakter Rahmenwerke behandeln wird. Für institutionelle Teilnehmer, die einen Markteintritt oder eine Expansion in Europa erwägen, ist genau diese Diskussion derzeit die relevanteste.
Auch das Thema Quantenkryptographie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Itan Barmes, Mitgründer und CSO von Qiz Security, sowie Thomas Attema, Senior Researcher bei CWI und TNO, sind als Redner bestätigt – ein Beleg für das wachsende Branchenbewusstsein, dass die kryptographischen Grundannahmen der meisten Blockchain-Infrastrukturen mit fortschreitenden Quantencomputing-Fähigkeiten neu bewertet werden müssen. Das ist ein Risiko mit längerem Zeithorizont, auf das sich Unternehmen der Infrastrukturschicht jedoch bereits vorbereiten. Bitcoins eigene kryptographische Sicherheitsannahmen stehen im Zentrum dieser Debatte, und die DBW-Agenda lässt darauf schließen, dass das Thema direkt adressiert wird.
Was die Teilnehmer vor Ort erwartet
Tickets für den Summit sind ab sofort erhältlich. Das Pro-Ticket, das beide Tage mit vollem Zugang zur Hauptbühne, den Breakout-Sessions und dem Ausstellungsbereich abdeckt, kostet aktuell 150 € zum regulären Vorverkaufspreis, der bis zum 9. Juni gilt. Danach steigt der Preis auf 250 €. Das VIP-Ticket, das zusätzlich ganztägiges Catering, Zugang zur Speaker- und Sponsoren-Lounge sowie den Eintritt zur VIP Night am 23. Juni umfasst, ist bis zum 9. Juni für 625 € erhältlich. Studenten-Tickets gibt es für 25 € bei Vorlage eines gültigen Studierendenausweises, der vorab an die Organisatoren gesendet werden muss. Ein Kombiticket für sowohl DBW als auch den Litecoin Summit ist für 200 € verfügbar.
Der Veranstaltungsort ist unkompliziert erreichbar. Die Metrolinien 50 und 54 halten an der Station Amsterdam Bijlmer ArenA, fünf Gehminuten vom Eingang der Johan Cruijff ArenA entfernt. Für international anreisende Teilnehmer verbindet der Flughafen Amsterdam Schiphol die Station Bijlmer ArenA per NS-Intercity-Zug in 13 Minuten, mit bis zu vier Verbindungen pro Stunde.
Finonity auf der DBW 2026
Als offizieller Medienpartner der Dutch Blockchain Week 2026 wird Finonity über die zwei Konferenztage und im Vorfeld der Veranstaltung redaktionelle Berichterstattung veröffentlichen. Unser Fokus liegt auf den regulatorischen und institutionellen Dimensionen der Agenda, den Infrastrukturgesprächen, die es selten in die gängige Kryptoberichterstattung schaffen, sowie den Deals und Partnerschaften, die bei Events dieser Größenordnung eher vor Ort als per Pressemitteilung bekannt gegeben werden.
Vollständige Programmdetails, Speaker-Ankündigungen und Ticketinformationen sind unter dutchblockchainweek.com verfügbar. Wer teilnimmt und sich mit dem Finonity-Team in Amsterdam vernetzen möchte, kann uns vorab über unsere Kontaktseite erreichen.